Gebet für die Opfer von Orlando

Dirk

Dirk vom Team des Queer-Gottesdienstes Karlsruhe

Ich gehe als Christ davon aus, dass die biblischen Bücher von bestimmten Menschen mit einer bestimmten Absicht zu einer bestimmten Zeit geschrieben wurden. Mittelpunkt der ganzen Bibel ist für mich die liebevolle Zuwendung Gottes zunächst zu Israel und dann zur ganzen Menschheit.

Christ sein bedeutet daher für mich, die Bibel ernst zu nehmen, aber nicht wörtlich.  

Der Prozess der Diskussion geht in den christlichen Kirchen und Gemeinden weiter. In allen Religionen beginnen Männer und Frauen, offener zu leben.

Meine Erfahrung ist: Ich muss mich persönlich im Gespräch mit anderen einbringen, dann bewegt sich etwas bei den Menschen, mit denen ich zu tun habe. Dann merken Menschen, dass sie sich offensichtlich ein falsches Bild von Schwulen und Lesben gemacht haben.

Die Seelsorgepraxis mancher Kirchen sollte sich um das Verstehen und Akzeptieren des Menschen jedoch bemühen, der sich ihr anvertraut; besonders auch der schwulen Männer und der lesbischen Frauen.

Die Frage nach der Ursache und der Entstehung von Homosexualität werden für mich mehr und mehr nebensächlich. Denn das eigentliche Problem liegt da, wo Schwule und Lesben in einer ihnen fremden Heterogesellschaft leben müssen.
Da stellt sich die Frage, wieviel Selbstbewusstsein haben wir?
Aus diesen neu gewonnenen Überzeugungen entstand der Wille, mich selber anzunehmen, so wie ich bin, mit meinem Glauben und mit meiner sexuellen Ausrichtung. Ich wollte einen festen Partner und mithelfen, dass die Vorurteile gegenüber Schwulen in der Gesellschaft und in der Kirche abgebaut werden. Deshalb suchte ich Gruppen, wie z. B. die HuK und den Queergottesdienst auf, die das gleiche Ziel hatten und engagiere mich seither in den verschiedensten Bereichen.

Dirk
E-Mail: dirk  (at) queergottesdienst-ka.de





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